Pilot Mieterstrom im Mehrfamilienhaus Kadelburg

Der Pilot unseres ersten Mieterstromprojekts in Kadelburg ist mit vollem Erfolg angelaufen. Eine intensive Planung und hohe Transparenz gegenüber unseren Mietern haben zu einer Mieterstrombeteiligung von 100% beigetragen. Insbesondere in Zeiten steigender Energiekosten kann der Strompreis für den Mieterstrombezug auf einem günstigen Niveau fortgeführt werden. Dies freut nicht nur den Geldbeutel unserer Mieter, es beruhigt diese zudem während der turbulenten Zeiten am Energiemarkt.

Das Mieterstromkonzept konnte auf mehreren Pfeilern erfolglich durchgeführt werden:
Zur Erzeugung des lokalen Stroms wurde ein modernes Blockheizkraftwerk des Brachenführers Senertec verbaut. Der Dachs 5.5 der 2. Generation ermöglicht durch hohe Jahreslaufzeiten eine stetige Wärme- und Stromerzeugung im Objekt und steigert die Autarkie des Objekts.
Ein weiterer Pfeiler bildet das neu aufgestellte Messkonzept auf Summenzählerbasis. Mit Umsetzung des Summenzählermodells wurden sämtliche EVU-Zähler abgemeldet und durch neue fernauslesbare Zähler ersetzt. Dies ermöglicht allen Mietern ihren aktuellen Verbrauch viertelstundenscharf und transparent über App oder Portal zu verfolgen und folglich Maßnahmen zur Reduzierung des eigenen Verbrauchs durchzuführen.
Der letzte Pfeiler besteht aus dem Herzen des Mieterstromprojekts. Um Erzeugung und Verbrauch optimal in Waage zu halten, wurde ein Energiemanager aus dem Hause Plexlog verbaut. Die Erfassung sämtlicher Verbräuche der Mieter, Allgemeinstrom und Ladesäulen in Verbindung mit der stromgeführten und stufenweisen Regelung des BHKWs, ermöglicht höchste Effizienz und Auslastung des Mieterstromprojekts. Die Fahrweise des BHKWs passt sich automatisch an den Verbrauch des Objekts an und erzeugt parallel Wärme, welche im Laufe des Tages in einem 1100 Liter Pufferspeicher gespeichert und fortan genutzt werden kann.

Jeder Mieter erhält einen persönlichen Zugriff auf das Portal des Energiemanagers und kann via Browser oder  App unter anderem den eigenen Verbauch kontrollieren, aber zugleich die lokale Erzeugung, den Autarkiegrad, die Energieflüsse des Gesamtobjekts und schlussendlich Ladeinformationen des angeschlossenen Elektro-Fahrzeugs in der Tiefgarage prüfen.
1/3 der Tiefgaragenstellplätze wurden mit Ladesäulen aus dem Hause KEBA ausgestattet und arbeiten optimal mit dem Energiemanager zusammen. Mittels RFID Chip können künftig Mieter die 6 Ladesäulen mit einer Leistung von jeweils 11kW und einer Maximalleistung 66kW nutzen. Das Ladesäulenkonzept ist so ausgelegt, dass jederzeit weitere Stellplätze mit Ladesäulen ausgestattet werden können und ein lokales Lastmanagement die Maximalleistung an die beteiligten Ladesäulennutzer verteilt. Dies sichert die Stabilität des lokalen und öffentlichen Netzes.

 

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